Es wurde jetzt schon über Verschiedenes geredet:
Auf das Wesen der Ehe, das ja z.Zt. etwas im Wandel begriffen ist, auch unsern Vater und auf Jutta. Und ich möchte doch jetzt kurz auf einen Punkt kommen in dem Jutta und ich uns einig sind - kommt nicht allzu häufig vor!
Geburtstag wird immer gefeiert - und wer wird gefeiert?
Das Geburtstagskind, obwohl es weder ein Verdienst ist, daß es geboren wurde, noch daß es ein Jahr älter geworden ist. Wen müßte man da feiern - was aber nicht getan wird -?
Die Mütter!
Und da scheint mir, da man am Geburtstag selten in größerer Zahl zusammen ist, zumindest in jungen Jahren, da scheint mir heute doch die Gelegenheit zu sein, daß wir auf unsere beiden Mütter auch noch das Glas erheben, Jutta und ich aber auch die übrigen Gäste, und ihnen Dank sagen und alles Gute auch für Sie für die Zukunft, daß sie uns reichlich besuchen mögen, wer weiß, vielleicht haben wir es einmal nötig....
Ich darf also bitten, das Glas zu erheben und auf sie anzustoßen.
Liebe Hochzeitsgäste!
Ich möchte keine lange Rede halten, denn es ist [ja] bekannt, daß im Hause Pfister genere jeder selbst redet! Und derjenige, der das Wort an sich reißt, läuft immer die Gefahr, daß er sich den Groll der ganzen Mischpoche zuzieht.
(Mutter Pfister: "Gehöre ich auch dazu?" — Gustl: "Nein, nein!") Also als Seniorchef des Hauses Pfister, möchte ich Dich, Jutta, feierlich in die Familie aufnehmen. Du bist dazdurch in die Familie gekommen, daß Du unsern Bernhard, diesen amourösen Spätzünder geheiratet hast; ich wollte nicht gerade sagen amouröses Sorgenkind der Familie.
Aber wie es bei der Ernte ist, je reifer das Obst, desto schmackhafter und bekömmlicher ist es doch, nicht wahr! Und in diesem Sinne hoffe ich, daß Du an diesem reifen Apfel allzeit Deine Freude haben wirst und begrüße Dich in der Familie des Hauses Pfister.