Warum es diese Seiten gibt
Überwältigt von dem Nachlass meines Vaters, den ich erst sieben Jahre nach seinem Tod erhielt, wusste ich zunächst nicht, was ich mit den zahlreichen Unterlagen, Fotos, Tagebüchern, Notizen, Dissertationen, Festschriften und Stammbäumen in vielen Kisten anfangen sollte. Und der verfügbare Stellraum in unserem Heim war knapp. Trotzdem schienen mir manche Unterlagen zu wertvoll und interessant, um sie wegzuwerfen oder in Vergessenheit geraten zu lassen.
Mein Vater starb 2019, meine Mutter ein paar Jahre davor. Beide waren Akademiker, mein Vater war Universitätsprofessor – ganz anders als ich, der als junger Mann in die USA ausgewandert ist und nie ein Universitätsstudium abschloss. Beide hatten Eltern, die promoviert hatten, Professoren waren und wirklich sehr bemerkenswerte Leben führten in einer interessanten Zeit Deutschlands.
Nach einiger Zeit wurde mir klar, dass ich nicht der Erste war, der diese Dokumente sorgfältig aufbewahrte. Viele Unterlagen begann ich zu digitalisieren – zunächst Fotos, dann aber auch Stammbäume und Briefe.
Schließlich wurde mir klar, dass die Digitalisierung nur der erste Schritt sein konnte. So entstand die Idee zu dieser Internetseite. Auch meine Frau, die Historikerin ist, ermutigte mich, diese Unterlagen teilweise zu veröffentlichen. Ich hoffe, dass die verschiedenen Seiten auf pfisterarchive.org einen kleinen Interessentenkreis finden.
Die Memoiren meines Großvaters Friedrich Pfister bilden den Ausgangspunkt dieses Archivs, weil sein akademisches Wirken besonders anerkannt war und sie nicht nur ein außergewöhnliches persönliches Dokument sind, sondern auch einen Einblick in das akademische und gesellschaftliche Leben Deutschlands vom Kaiserreich bis in die Nachkriegszeit geben.
Ich wollte auch einen winzigen Beitrag zu der ursprünglichen Idee des Internets leisten: Informationen bereitzustellen, die oft nur einen kleinen Interessentenkreis haben, mit einfachem Zugang, ohne Passwort, ohne Anmeldung oder Werbung und ohne die Besucher um ihre E-Mail-Adresse zu bedrängen.
Das Archiv wird fortlaufend erweitert und versteht sich als langfristiges Projekt.
Diese Seiten sollen vor allem gelesen und genutzt werden.
Ich freue mich über Anfragen und Zuschriften,
Jens P. Pfister